Gesundheit

Ernährung der Zukunft: Insekten als Fleischalternative?

Nahaufnahme einer Heuschrecke

Seit einigen Jahren schon ist ein Trend zu bewussterem, fleischarmem Essen zu erkennen. Gründe dafür gibt es viele: weit oben stehen häufig ein gesteigertes Gesundheits- wie Umweltbewusstsein in der Gesellschaft. Ernährungsexperten sind daher auf der Suche nach geeigneten Alternativen zu herkömmlichem Fleisch. Denn: es muss nicht immer gleich die vegetarische Variante sein. Insekten zum Beispiel haben eine wesentlich bessere Umweltbilanz als uns bekannte Nutztiere. Im Vergleich zu der Produktion von Rindfleisch können bei der Insektenzucht enorme Mengen Wasser und Futter eingespart werden. Die AOK Hessen hat mehr Informationen zum Fleisch der Zukunft.

Wie wir unsere Gärten für Insekten neu gestalten

Weltweit gibt es bis zu 1.400 essbare Arten von Insekten, darunter hauptsächlich Käfer, aber auch Ameisen, Mehlwürmer, Grillen und Heuschrecken.

In zahlreichen Ländern gehören Insekten bereits zur ganz alltäglichen Ernährung und werden sogar als Delikatesse gesehen. Der Verzehr einer Heuschrecke oder ähnlichem ist in Deutschland für viele jedoch undenkbar. Tatsächlich lässt sich das fertige Produkt kaum mehr mit den lebenden Bestandteilen in Verbindung bringen, ähnlich wie es auch schon bei Fleischprodukten der Fall ist.

Seit 2018 dürfen Unternehmen auf dem europäischen Markt Speise-Insekten anbieten und in Deutschland gibt es seit April in einigen Supermärkten Produkte auf Insektenbasis zu kaufen. In den Niederlanden, der Schweiz und Belgien gehören die Fleischalternativen schon länger zum Sortiment.

Insekten vs. Fleisch

Das größte Argument für Insekten als Alternative zum herkömmlichen Fleisch ist jedoch ihre Öko- und Ernährungsbilanz. Während bei einem Kilogramm Rindfleisch der Proteingehalt bei 50 Prozent liegt, besteht ein Kilogramm Insekten aus ca. 60 Prozent Protein.

In der Herstellung werden für ein Kilogramm Rindfleisch 24 Kilogramm Futter sowie ca. 22.000 Liter Wasser benötigt. Für beispielsweise ein Kilogramm Grillen sind es dagegen nur zwei Kilogramm Futter und auch der Wasserverbrauch fällt bei Insekten wesentlich geringer aus.

Die Zucht von Insekten ist im Vergleich zu der Zucht von Rindern, Schweinen und Co. sowohl ökonomischer als auch umweltfreundlicher. Auf globaler Ebene könnten Insekten also eine Lösung für zukünftige Ernährungsfragen bei wachsender Bevölkerung sein.

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